Immobilienhaie zu Fischstäbchen!

Die neue Wohnungsgenossenschaft SoWo Leipzig eG mischt ab jetzt auch mit. In enger Abstimmung mit den Bewohner*innen haben wir, die SoWo eG Leipzig, einen ersten Schritt geschafft: Nach rund einem Jahr intensiver Aufbauarbeit und Verhandlungen konnten wir endlich Kaufverträge für zwei Mietshäuser in Lindenau abschliessen und sie damit vor den großen Mäulern der Immobilienhaie retten, die sie sonst mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit zugeschlagen hätten.
 
Wir selbst wollen aber keine Hauseigentümer*innen sein, sondern die Häuser vom Markt nehmen, um dauerhaft günstigen Wohn-, Arbeits- und Kulturraum zu schaffen und dem Aufwertungsprozess in Leipzig etwas entgegenzusetzen. Indem wir Häuser nicht als Privatpersonen, sondern als Teil einer Genossenschaft erwerben, ist gesichert, dass sie auch für zukünftige Generationen erhalten und bezahlbar bleiben. „Wie weitgehend wir unser Haus als Gemeinschaft autonom verwalten und wie viele Aufgaben wir der Genossenschaft überlassen, wird gemeinsam entschieden“, erläutert eine Hausbewohnerin.
 
In einem der Häuser wurden in den letzten Jahren immer mehr Menschen entmietet. Mit dem gemeinschaftlichen Kauf des Hauses können die verbliebenen Altmieter*innen bleiben – und neue Menschen hinzukommen: Alle werden so zu gleichberechtigten Mitbesitzer*innen. Ohne Angst vor Schikanen des Hauseigentümers und ohne Furcht vor immer neuen Mietsteigerungen.
Den Bewohner*innen des anderen Hauses war es dank einer überdurchschnittlich kooperativen Hauseigentümer*in möglich, dieses zu kaufen und zu kollektivieren. Die SoWo Leipzig eG wurde letztes Jahr gegründet um der schönen Idee von Diversität, Solidarität und Verantwortung ein Stück näher zu kommen: Aus selbstverwalteten Wohnprojekten, fanden wir uns als Aktivist*innen zusammen und ließen uns von Dachgenossenschaften in anderen Städten inspirieren. Wichtig ist für uns die Selbstorganisation der Hausgemeinschaften. Weg mit nervigen Hausverwaltungen und anstrengenden Mietrechtsstreits! Aber keine Sorge, wir haben nicht vor, Inseln des schönen Wohnens zu kreieren und dabei so zu tun, als wäre damit schon alles gelöst. Wir verstehen uns vielmehr als Teil einer Bewegung, die „ein Recht auf Stadt“ für alle verwirklichen will.
 
Wir finanzieren die Hauskäufe zum Teil mit Genossenschaftsanteilen, Darlehen und zum Teil mit einem Bankkredit. Mit diesem Geld werden der Kauf und alle notwendigen Sanierungen bezahlt.
Wer uns unterstützen möchte die Projekte zu wuppen, findet die entsprechenden Informationen unter:
 
SOWO-EG.ORG/MITMACHEN
 
Mit der SoWo-Genossenschaft wollen wir andere Mieter*innen
unterstützen und klar zeigen:
 
Dies ist unser aller Stadt – wir lassen uns nicht verdrängen!
Wider die Vereinzelung und für eine solidarische Nachbarschaft!
Solidarische Wohnungsgenossenschaft
Georg-Schwarz-Str. 19
04177 Leipzig

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Die Villa

Wir sind das Soziokulturelle Zentrum „Die VILLA“. Gelegen im Herzen der Stadt stehen wir für Teilhabe, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Engagement ein. Mit unseren Angeboten für LeipzigerInnen (und Umgebung) jeden Alters unterstützen wir Menschen bei der Entfaltung ihrer Potentiale und Verwirklichung ihrer Ideen. Dazu ermöglichen und begleiten wir Projekte in den Bereichen von Medien, Musik bis hin zu Kultur, Kunst und Sprache. Seit drei Jahren bieten wir verstärkt Möglichkeiten an sich für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund einzusetzen, bspw. in Form von VILLA Lernpatenschaften und Deutschangeboten, sowie über KulturLeben Leipzig & Region. Mit etwa zwei Stunden pro Woche kann viel bewegt werden!

Deine VILLA – Deine Ideen – Unsere Gemeinschaft.

 

VILLA Sprachangebote

Du hast Lust, Dich im Deutschunterricht zu engagieren?

  • einmal pro Woche (Mo-Fr)
  • für etwa 2 Stunden
  • zusammen mit 2-4 weiteren Ehrenamtlichen
  • Deutschkenntnisse vermitteln, sprechen und Spaß haben
  • im offenen Sprachangebot (wechselnde Teilnehmer, alle Sprachniveaus und Herkunftsländer, Einstieg jederzeit möglich)
  • keine Vorkenntnisse erforderlich: Freude, Offenheit und der Wille zu unterstützen sind die einzigen Voraussetzungen.

Melde Dich unter willkommen@villa-leipzig.de

 

VILLA Lernpaten

Du hast Lust, Dich individuell für einen jungen Menschen einzusetzen?

  • etwa einmal pro Woche
  • für ca. 2 Stunden
  • einem jungen Menschen (mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund) zwischen 6 und 26 Jahren
  • beim Deutschlernen und anderen Schulfächern helfen
  • zusammen Spaß haben und sich austauschen

https://villa-leipzig.de/

lernpaten@villa-leipzig.de

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WIR BLEIBEN ALLE

Momentan nehmen in Leipzig die Verkäufe bewohnter Häuser zu. Umwandlung in Eigentumswohnungen, hochwertige Sanierung oder Veränderung der Grundrisse – in den meisten Fällen geschieht dies zum Nachteil der BestandsmieterInnen. Manchmal kommt dabei die Frage auf: „Könnten wir das Haus dann nicht selbst übernehmen?“ So groß die Hürden auch scheinen, wenn es erstmal zwei oder drei Aktive gibt, ist auch für ganz normale Hausgemeinschaften vieles machbar. Doch dafür ist einiges zu tun. Ein Leitfaden…

1. MITEINANDER REDEN

Der erste Schritt – ein gemeinsames Treffen, bei dem alle über ihre Situation, Informationen und Vorstellungen berichten. Ziel ist abgestimmtes, gemeinsames Handeln.

2. BERATUNG SUCHEN

– Mietrechtsberatung beim Mieterverein oder Anwältin
– Mietsprechstunden als selbstorganisierte Beratungstreffen gibt es
   in allen Teilen der Stadt
– offene Beratung zu Ha usprojekten, zu Rechtsformen und Strategien bietet der Haus-
   und WagenRat e.V. immer am ersten Montag im Monat
– Städtische Anlaufstelle für „kooperatives und bezahlbares Wohnen“ ist das „Netzwerk
   Leipziger Freiheit“, im Leipziger Osten berät eilo-leipzig.de

3. RECHTSICHERHEIT HERSTELLEN

Je sicherer die Mietverträge, desto besser die Verhandlungsbasis. Also erst Mietverträge mit Anwältin prüfen, dann Mietstreit oder ggf. Kaufangebot.
Zur Finanzierung eines möglichen Rechtsstreits gibt es diverse Möglichkeiten: Mieterverein, Rechtsschutzversicherung, Beratungs-/Prozesskostenhilfe, Solidarische Finanzierung als Mietergemeinschaft. Am besten: eine Anwältin fürs ganze Haus.

4. EIGENTUMSSITUATION KLÄREN

Was ist über die EigentümerInnen bekannt? Deren Interessen zu verstehen, erleichtert, Strategien zu entwickeln.

5. SICH ORGANISIEREN – ZIELE UND RESSOURCEN KLÄREN

Je geschlossener eine Hausgemeinschaft auftritt, umso mehr kann sie erreichen. Um Enttäuschungen vorzubeugen ist es wichtig, im Austausch mit allen zu sein über Ziele und Ressourcen, gerade auch mit denen im Haus, die sich nicht aktiv beteiligen.

6. AUF GEHT’S

Wenn die rechtlichen Verhältnisse und Ziele geklärt sind, kann das Gespräch mit der Eigentümerin gesucht werden, inkl. Protokoll und ggf. externer Begleitung. „Wir wollen alle wohnen bleiben, darum möchten wir Ihnen folgendes vorschlagen…“. Dabei gibt es ganz verschiedene Stufen der Selbstorganisation, vom normalen Mietshaus, wo die Hausgemeinschaft mit der Vermieterin eine Zusatzvereinbarung abschließt, über das Erbbaurecht bis hin zum Kauf als Verein, Genossenschaft oder im Mietshäuser Syndikat.
Beratung kann helfen, ein Modell zu finden, mit dem alle bezahlbar wohnen bleiben können.

MEHR INFOS: Broschüre Wir bleiben alle und Leitfaden für Hausprojekte unter Haus und Wagenrat Leipzig

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Global Space Odyssey 2018

Am 14.07.18 wird die Global Space Odyssey erneut durch Leipzigs Straßen ziehen.
Lautstark wollen wir wieder Seite an Seite tanzen und demonstrieren. Lasst uns den Raum, der sonst alltäglich von Verkehr, Stress, Sorge und Hektik eingenommen wird, einmal anders definieren: als Raum zum Feiern und um Werte zu vermitteln. Werte, die für uns eine Gesellschaft lebenswerter machen: Diversität, Solidarität, Verantwortung!

Mach mit – Volunteers

Diversität
Eine Gesellschaft, die sich nicht durch Vielfalt und Diversität definiert, ist dazu verdammt, auf der Stelle zu stehen und kann nicht zu Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit führen. Das Selbstverständnis einer Gesellschaft darf nicht ein Festhalten am aktuellen Status Quo sein, sondern das Bewusstsein für stetigen Wandel einschließen. Denn erst verschiedene Kulturen, unterschiedliche Meinungen und Ansichten machen diesen Wandel möglich, aus dem heraus die Gesellschaft sich stets hinterfragen und entwickeln kann. Meinungsverschiedenheiten, diverse Lebensentwürfe und kultureller Austausch machen eine Gesellschaft wandelbar, zukunftsfähig und lebenswürdig!

Solidarität
Was nützt Diversität, wenn sie zwar als Markenzeichen verwendet, aber dann nur minimal gefördert wird und der Platz für die freie Szene sowie Clubkultur schwindet. Was nützt eine Stadt für Alle, wenn man in zentraler Lage nur noch in Lofts und luxussanierten Häusern wohnen kann und alle anderen verdrängt wurden? Und was nützt ein Grundrecht auf Asyl, wenn es dann an Obergrenzen geknüpft wird? Ohne gelebte Solidarität haben diejenigen, die gesellschaftlich benachteiligt sind, keine Chance auf ein lebenswertes Dasein. Wenn wir uns stärker füreinander einsetzen und Empathie für die Situationen anderer aufbringen, dann kann der Mensch, dem ich gestern geholfen habe, eine Krise zu bewältigen, morgen mir oder anderen helfen. Solidarität ist für uns eine unmittelbare Notwendigkeit für eine vielfältige Gesellschaft!

Verantwortung
Wer sich der Notwendigkeit von Diversität und Solidarität für eine lebendige und gerechte Gesellschaft bewusst wird, weiß auch um die Bedeutung von Verantwortung!
Wir besitzen die Freiheit und das Privileg, unsere Meinung frei bilden und äußern zu können und haben somit auch die Verantwortung, uns für einen konstruktiven Meinungsaustausch stark zu machen. Das bedeutet auf individueller Ebene, Informationen bewusst aufzunehmen, zu hinterfragen und sich in den Diskurs einzubringen. Letzten Endes haben wir kollektiv betrachtet sogar keine andere Wahl, als uns zu beteiligen und den Wandel zu leben. Denn eines steht fest: Das jetzige System passt in seiner Form nicht zur Realität.
Kleine Taten und Engagements sind die ersten Schritte auf einem Weg, den wir gehen müssen, um nachfolgenden Generationen etwas von Substanz hinterlassen zu können.

Diversität, Solidarität und Verantwortung stehen hier nicht nur als Forderungen, sie sind reale Grundvoraussetzungen für eine demokratische Gesellschaft. Feiern wir gemeinsam in den Straßen und den Clubs für eine lebenswerte Zukunft für alle!

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Die Global Space Odyssey ist ein Zusammenschluss vieler Menschen und Crews, die in der Clubkultur Leipzigs zu Hause sind. Gemeinsam haben wir ein politisches Interesse daran, die Gesellschaft zu gestalten. Beides verbindend, ziehen wir darum einmal jährlich mit viel Musik in all ihren Facetten durch die Straßen Leipzigs.

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Mark the date – 14.07.2018

Wir rufen alle interessierten, engagierten und motivierten Menschen dazu auf, gemeinsam mit uns am 14.07.2018 auf die Straßen zu gehen. Dieses Jahr werden wir zusammen für die Werte Diversität, Solidarität und Verantwortung einstehen und diese spielerisch, tänzerisch, deutlich und lautstark nach Außen tragen.

Es gibt sehr viele Tendenzen und Aspekte, die wir momentan in unserer lokalen und globalen Gesellschaft mit wachsenden Kopfschmerzen registrieren und kritisieren. Deshalb möchten wir dieses Jahr klar den Fokus auf unsere Stärken legen:
Das aktive Vorleben von Werten, die elementar für ein faires und entspanntes Miteinander auf Augenhöhe sind.

Diversität, Solidarität und Verantwortung sind keine Forderungen. Sie sind reale Grundvorraussetzungen für eine demokratische Gesellschaft. Dafür wollen wir mit Euch zusammen demonstrieren!

Wenn Ihr und Eure Crew (oder Initiative / Verein / Hausprojekt / Wagenplatz / Soundsystem / Band / all tribes & colors welcome) euch damit identifizieren könnt und ihr einen Wagen für die Demo gestalten oder euch anderweitig mit einbringen wollt, könnt ihr euch ab sofort via Anmeldeformular auf unserer Website bei uns melden.
 
 
 
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